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30.09.2015 Klares Bekenntnis zum Schulstandort

"Stirbt die Schule, stirbt der Ort" / Nähe zum Hallenbad macht Grundschule so wertvoll

Schaumburger Wochenblatt / 30.9.2015

Steinbergen

(ste) Mit einem klaren Bekenntnis für den Grundschulstandort Steinbergen untermauerte der Rat der Stadt Rinteln noch einmal seine Haltung in der Frage, ob die kurzfristige Umlegung einer Einschulungsklasse nach Deckbergen der "Anfang vom Ende der Grundschule" sein könne. In einem zweiten Beschluss forderten die Ratsmitglieder auf Vorschlag der Verwaltung von der Nds. Landesschulbehörde ausreichend Lehrerpersonal für die Grundschule Deckbergen, damit Schülerinnen und Schüler auch in der Außenstelle Steinbergen dauerhaft beschult werden können.

Veit Rauch (CDU) betonte noch einmal, dass es nicht um die Diskreditierung der Schulleitung ginge, wenn man sich für den Erhalt der GS Steinbergen aktiv einsetze, sondern darum, dass es politischer Wille der CDU sei, alle Grundschulstandorte in Rinteln zu erhalten. Dr. Gert Armin Neuhäuser (WGS), selbst Vater zweier Kinder, empfand es als unerträglich, solche Schulentscheidungen kurzfristig und in der Einschulungsphase umzusetzen. Für den Schulstandort sprach sich auch Gerlinde Göldner-Dorka (SPD) aus: "Vor allem die unmittelbare Nähe zum Hallenbad macht den Standort so wertvoll für die Kinder!" Noch ein Stück weiter ging Thorsten Frühmark: "Es wäre schön, wenn die Kinder gleich nach den Herbstferien wieder in Steinbergen beschult würden!" Frühmark regte an, das Thema "Grundschulen und deren Erhalt" zum Schwerpunktthema im Rat zu machen. Er befürchtete: "Stirbt die Grundschule im Ort, stirbt der Ort!" Die Lanze für die kommissarische Schulleiterin Claudia Buschke bracht Christoph Ochs (Grüne). Er fragte: "Was hätte sie den tun sollen bei so kurzfristigen Ausfällen von Lehrkräften!"

Foto: privat