. .

30.04.2014 Park für Generationen?

Verwaltung soll zunächst Daten erheben

Schaumburger Zeitung / 30.4.2014

Rinteln

Die Umgestaltung des Blumenwalls in einen Mehrgenerationenpark oder Bürgerpark ist keine Utopie mehr. Die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Jugend, Frauen und Integration haben in ihrer Sitzung den Antrag der WGS unterstützt, eine Analyse der städtischen Kinderspielplätze durchzuführen und die Möglichkeiten einer kindgerechten Umgestaltung zu prüfen.

Die Verwaltung beabsichtigt, eine Bestandsaufnahme und Analyse aller Spielplätze durchzuführen. Dabei sollen der Zustand der Plätze, die letzten Instandsetzungs- und Erneuerungsmaßnahmen, die Lage und Entfernung zueinander sowie die Anzahl der Kinder im jeweiligen Einzugsbereich berücksichtigt werden. Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu erlangen, welche Plätze sich für eine kindgerechtere Umgestaltung eignen. Mit den Ergebnissen der Analyse kann dann eine konkrete Spielplatzplanung angegangen werden. Dieses soll unter Mitwirkung der späteren Nutzer geschehen. „Politik und Verwaltung soll die Bürger der Stadt Rinteln, also Eltern, Kinder, Jugendliche und Senioren, bei der Planung und Gestaltung eines Projektes wie der Mehrgenerationenpark mit einbeziehen“, stellt sich der Erste Stadtrat Jörg Schröder vor. Das könnten aber auch Vereine wie der Kinderschutzbund sein.

Antje Rinne (WGS) und Dieter Horn (SPD) sprachen sich ebenfalls für die Schaffung eines Mehrgenerationenparks aus. „Wenn ein solches Pilotprojekt angegangen wird, dann muss es auch in der Kernstadt umgesetzte werden“, so Rinne. „Warum nicht im Blumenwall?“, fügte Horn trotz mancher Bedenken zu.

Henning Schüttlöffel, beratendes Mitglied im Ausschuss, berichtete, dass es schon zahlreiche Beispiele in vielen Städten für einen Mehrgenerationen-Aktiv-Park gäbe, und man sich im Internet über solche Projekte informieren könne. Gerlinde Göldner-Dorka (SPD) hält den Bau eines Mehrgenerationenparks ebenfalls für eine gute Sache. „Begegnungsstätten für Jung und Alt fördern das Verständnis für die verschiedenen Generationen.“

Udo Schobeß (CDU) gab ein Beispiel, wie mit relativ wenigen Mitteln ein Kinderspielplatz aufgewertet werden kann. „Der Spielplatz in Steinbergen wurde mit Unterstützung des Verschönerungsvereins umgestaltet. Ein Teil der Rasenfläche wurde gepflastert sowie Bänke und Tische aufgestellt. Das reichte, um wieder Leben auf den Spielplatz zu bringen. Während die Kinder spielen, können es sich die Eltern auf den Bänken bequem machen. Vor allem am Wochenende ist einiges los. Da wird sogar gepicknickt“, freute sich Schobeß.

Der Rat der Stadt Rinteln befasst sich am 26. Juni mit dem Projekt „Mehrgenerationenpark“. Dann wird entschieden, ob in der Kernstadt eine derartige Begegnungsstätte für Jung und Alt entsteht oder nicht.

Foto: dil
Sitzen für Erwachsene und Spielen für Kinder : Udo Schobeß lobt den modernisierten Spielplatz Hasenkamp in Steinbergen.