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29.06.2017 Das Wetter spielt nicht mit

Steinberger Kreuzung: Scheitert pünktliche Umstellung auf Bauphase 2 an der Fahrbahnmarkierung?

Schaumburger Zeitung 29.6.2017

Steinbergen

Von Jan Oldehus
Besenrein sind die neu gebauten Fahrspuren auf der Steinberger Kreuzung seit Mittwoch. Und eigentlich könnten die praktisch „in letzter Minute“ verfugten Betonelemente, die die neue Fahrbahn bilden, auch als solche benutzt werden, doch bei Redaktionsschluss war der Termin für die Umstellung auf „Bauphase 2“ nicht in trockenen Tüchern. Schuld daran ist – das Wetter. Es ist zu nass.

In Bauphase 2 soll der fließende Verkehr von den alten Asphaltfahrspuren der B 83 und der B 238 auf die nun fertiggestellten Betonfahrspuren samt ihren frisch asphaltierten Anschlüssen wechseln. Diese Umstellung sollte eigentlich am Donnerstag vollzogen werden. „… wenn das Wetter mitspielt“, hatten unisono Projektingenieur Holger Fröhlingsdorf und Polier Andreas Taubert schon am Dienstag auf die Frage nach dem endgültigen Termin eingeschränkt.

„Das Problem ist, wir können die Fahrbahnmarkierung nur aufbringen, wenn es trocken ist“, erklärte Taubert beim Besuch unserer Zeitung auf der Baustelle. Die Markierungsfolien werden auf die Straße geklebt. Bei Regen wird daraus nichts. Verzichten kann man aber auch nicht auf sie. Daher schaute der Oevermann-Polier am Dienstagnachmittag immer wieder besorgt zum Himmel. Immerhin schaffte es die Spezialfirma bis zum Abend, die Fugenmasse in die Betonfugen zu spritzen. Auch diese Arbeit wäre bei Regen nicht möglich gewesen. Auch daran hätte – ohne ordentliche Verfugung keine Fahrbahnfreigabe – nach langer sommerlicher Trockenheit die pünktliche Umstellung auf Phase 2 noch scheitern können. Taubert: „Dabei bin ich im Moment auf dem Punkt!“

Da es seit gestern anhaltend regnet, hofft der Polier auf einen trockenen Donnerstagvormittag und verkündete am gestern Nachmittag: „Wir entscheiden Donnerstagmorgen, ob umgestellt wird.“ Das Problem ist: Wird der Startschuss für Bauphase 2 verschoben, verliert die Firma Oevermann wertvolle Zeit. „Wir sind bautechnisch fertig, räumen nur noch ein bisschen auf. Mehr können wir im Augenblick nicht machen.“

Die Frage ist also: Muss die Umstellung auf Bauphase 2 nur deshalb verschoben werden, weil die Fahrbahnmarkierungsfolien auf nassem Grund nicht kleben? Für die betroffenen Auto- und Lkw-Fahrer, die täglich über die Kreuzung rauschen, ist der Unterschied fast gleich null. Bauphase 2, das bedeutet für sie nur:

- Der Fahrbahnverschwenker auf der B 83 aus Richtung Autobahn verschiebt sich, und zwar mitten auf die Kreuzung. Der Verkehr rollt nach dem Verschwenker einspurig auf der Gegenfahrbahn in Richtung Hameln.

- Der Verkehr aus Richtung Hameln fließt durch den Verschwenker auf der Kreuzung einspurig auf der Gegenfahrbahn Richtung Autobahn.

- Der Abbiegeverkehr aus Richtung Autobahn in Richtung Steinbergen, Rinteln und B 238 fährt nicht mehr im großen Bogen durch die Baustelle, sondern – wie vor dem Umbau – auf der neuen Piste an der Gabionenwand entlang.

- Das Abbiegen auf die Arensburger Straße bleibt – wie seit inzwischen mehreren Tagen – dem Kfz-Verkehr verwehrt. Die Landesstraße 442 bleibt in Bauphase 2 bis zur Arensburger Kreuzung voll gesperrt. Sie wird bis dorthin neu asphaltiert.

Foto: jan
Die letzten Meter der Bauphase 1: Vor dem Verfugen mussten die Fugen am Dienstag aufgeschnitten und gründlich gereinigt werden – nicht nur mit dem Besen.