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28.10.2017 Mit dem TSV Steinbergen hoch hinaus

Auf 156 Stufen zum "Jahrtausendblick" / Abstecher in die Eisenbahngeschichte

Schaumburger Zeitung / 28.10.2017

Steinbergen

(red) Sportler, Bürgerinnen und Bürger und – aus dem Jugendhof Hirschkuppe – Kinder mit ihren Erziehern an der Schule haben sich kürzlich zu einer Wanderung des TSV Steinbergen getroffen. Voller Wanderlust startete die Gruppe Richtung Messingberg über die Bergstraße – früher auch „Rosengarten“ genannt, wegen der üppigen Blumenpracht in den Vorgärten. Die Rosen dienten zur Verschönerung der Tische in der Luftkurortszeit.

Den weiteren Weg zur Wanderhütte hatte die Stadt Rinteln leichter begehbar gemäht. Dann die Blicke von der Liegewiese in das Wesertal und das Lipper Bergland, lange verweilten die Wanderer. Nun war der Sumpfteich erreicht, diesen hatte Prof. Dr. Fauth in einem seiner heimatkundlichen Bücher als Urzelle des Dorfes bezeichnet. Der Weg zur Pionierplatte folgte, sie wurde von Soldaten aus Minden zur Sicherung des Passes aufgeschichtet. Schon lugte der „Jahrtausendblick“ aus dem Blätterdach hervor.

Alle erklommen bedächtig die Stufen, ein junger Teilnehmer hatte mitgezählt, es waren 156. Manch ein Atem ging schneller und manch ein Gesicht hatte eine gesunde Farbe bekommen, aber der Rundblick aus dieser Höhe belohnte die Anstrengung.

Tief unten standen Maschinen für den weiteren Gesteinsabbau. Auch der Bergrutsch wurde sichtbar. Warum und wie es dazu kam, wurde von einem Fachmann vor Ort erläutert; seine Dienststelle hatte dies frühzeitig angekündigt. Langsam verließen die Wanderer das Messingsberggelände in Richtung Arensburg. Auf Höhe der Gleisanlage der Rinteln-Stadthagener Eisenbahn erzählte Dr. Bernd Pietzka aus deren Vergangenheit und in welchen Museen und Bahnen sich noch Loks und Triebfahrzeuge befinden.

Bald war der Sportplatz des TSV erreicht und die große Schar der Teilnehmer stärkte sich bei Gegrilltem und Kaffee und Kuchen, vorbereitet von fleißigen Händen der Vereinsmitglieder.