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28.05.2013 Statt Wegen mit Hundekot attraktiver Platz für alle?

Bahnhofsgelände soll verschönert werden - aber erst müssen Fördermittel her

Schaumburger Zeitung / 28.5.2013

Steinbergen

(dil) „Immer, wenn ich dort vorbeifahre, ärgere ich mich über den verwahrlosten Anblick“, sagt Heinz-Gerd Depping, Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Deckbergen-Steinbergen. Er meint das Bahnhofsgelände in Steinbergen, noch immer ein Schandfleck in zentraler Lage, auch wenn der Förderverein Eisenbahn Rinteln-Stadthagen dort im vergangenen Jahr schon einmal das Gröbste an Bewuchs und Müll beseitigt hat. Depping würde gern das Pflaster freilegen und reparieren lassen, gern sogar Sitzbänke aufstellen.

„Auch Ortsratsmitglieder werden immer wieder angesprochen, etwas gegen die Pfade voller Hundekot zu tun“, ergänzt CDU-Ortsratsmitglied Udo Schobeß. Bevor die Fläche aber attraktiver genacht werden kann, muss Geld her. „Wir sondieren gerade, wo es Fördermittel für so eine Ortsbildverschönerung gibt“, erklärt Schobeß. Er wie auch Depping wollen das Problem nicht vonseiten der CDU lösen, sondern mithilfe der Dorfgemeinschaft und hier speziell dem Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVS). Schobeß: „Nicht die CDU, nur der VVS kann einen Förderantrag stellen.“

In ersten Gesprächen mit der neuen Vorsitzenden des VVS, Annette Bißmeier, wurde eine Zusammenarbeit ins Auge gefasst. „Es geht nicht darum, wer es letztlich macht, sondern darum, dass es gemacht wird“, bekräftigte Depping kürzlich bereits während der Hauptversammlung der CDU. Damals hatte der CDU-Landtagsabgeordnete Otto Deppmeyer noch zugesagt, sich in Hannover nach finanziellen Fördermöglichkeiten umzusehen. Depping: „Ich habe aber bisher noch keine Antwort von Herrn Deppmeyer erhalten.“

Auch Schobeß sucht nun nach solchen Fördertöpfen, die auch bei entsprechenden Stiftungen angesiedelt sein könnten. Ist eine solche Erfolg versprechende Adresse gefunden, soll mit dem VVS schnell ein Antrag formuliert werden, den eine Versammlung des VVS formal genehmigen müsste, sagt Schobeß. Innerhalb von etwa sechs Wochen gebe es erfahrungsgemäß dann von einer Stiftung eine Nachricht, ob Geld fließt. Danach müsse ein Handlungskonzept aufgestellt und zudem mit dem Eigentümer des Bahngeländes abgestimmt werden.

„Wenn es aber kein Geld geben sollte, ist es fraglich, ob wir dort etwas machen können“, meint Schobeß. Für die zum Teil rostigen Kesselwagen auf dem Bahnhofsgelände zeigt Depping dagegen Verständnis: „Die Bahnbetreiber müssen ja auch etwas verdienen.“