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28.02.2017 "Priemer wäre nicht Bürgermeister"

Gruppe interpretiert Elternbefragung

Schaumburger Zeitung / 28.2.2017

Steinbergen

(wm) Die Diskussion um den Erhalt der Grundschule geht weiter. Die Verwaltung hatte 52 Fragebögen an die Steinberger Eltern von Grundschulkindern oder einzuschulenden Kindern verschickt. Nur 38 Eltern haben geantwortet.

Für Udo Schobeß, Sprecher der Gruppe CDU, die Grünen und WGS im Ortsrat, trotzdem ein aussagekräftiges Ergebnis: „Bei der Auswertung eines Wahlergebnisses werden immer nur die abgegebenen Stimmen ausgewertet. Nicht abgegebene Stimmen werden als Enthaltung gewertet und werden nicht berücksichtigt.“ Denn sonst „wäre Thomas Priemer nicht Bürgermeister von Rinteln, denn von rund 21 000 wahlberechtigten Rintelnern hat er 5000 Stimmen bekommen, also nicht die Mehrheit, sondern nur etwa 25 Prozent“. Schobeß: „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Mitglieder im Steinberger Ortsrat die Meinung der Steinberger Bürger (nicht nur der Eltern schulpflichtiger Grundschulkinder) richtig interpretiert haben.“ Schobeß verweist auf den Beschluss der Gruppe: „Bis zur Entscheidung des Stadtrates über die Trägerschaft soll die Steinberger Schule Außenstelle der Grundschule Nord oder Süd werden.“

Nach Vorlage der Verwaltung haben auf die Frage: „Falls Ihr Kind zum Schuljahr 2017/18 eingeschult wird, soll es am Schulstandort Steinbergen beschult werden?“, acht Eltern mit Ja, drei mit Nein gestimmt. Auf die Frage: „Falls ihr Kind derzeit den Schulstandort Deckbergen besucht, soll es am Schulstandort Steinbergen beschult werden?“, haben 16 Eltern mit Ja, 11 mit Nein gestimmt. Auf die Frage: „Wünschen Sie für Ihr Kind ein Betreuungsangebot?“, haben 16 mit Ja, 21 Eltern mit Nein gestimmt. Davon einmal Eltern mit dem Zusatz: „ ... aber nicht in Deckbergen“. Zum Schuljahr 2017/18 würden im Einzugsbereich der Grundschule Steinbergen 13 Schüler eingeschult. Bis zum Jahr 2022 liegen die Schülerzahlen für die erste Klasse zwischen jährlich elf bis 16 Schülern.

Aufgrund der Schülerzahlen müssten Kombiklassen gebildet werden. Die Schüler der Klassen 2 bis 4 in Deckbergen müssten ihre bisherigen Klassenverbände verlassen. Die Kombiklassenregelung am Standort Steinbergen bedeutete, dass jährlich ein neuer Klassenverband gebildet werden müsste. Die Schüler aus Steinbergen müssten wieder mit dem Bus zur Ganztagsbetreuung nach Deckbergen fahren.

Die Grundschule Deckbergen-Steinbergen würde am Hauptstandort einzügig. Bis zum Schuljahr 2020 würde sich dann die Anzahl der „Vollzeitlehrer“ von derzeit zwölf auf sechs Lehrer für beide Schulstandorte verringern. Die Grundschule Deckbergen-Steinbergen müsste Lehrer abgeben. Durch Abordnung oder Versetzung von Lehrkräften stünden weniger Fachlehrer zur Verfügung, was sich negativ auf die Unterrichtsqualität auswirken würde.