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27.01.2017 Ausreichend informiert?

Umbau Steinberger Kreuzung: Jetzt auch dritte Informationsveranstaltung geplant

Schaumburger Zeitung / 27.1.2017

Rinteln

Von Marieluise Denecke
Der Umbau der Steinberger Kreuzung wird eine Belastungsprobe für die Anwohner in den Ortsteilen, durch die der Ausweichverkehr führen wird. In verschiedenen Veranstaltungen wollen die Stadt Rinteln und die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr daher die Bürger darüber informieren, wie der Umbau vonstatten gehen wird, und welche Auswirkungen das verkehrstechnisch auf die Ortsteile haben wird.

Informationsveranstaltungen sollte es für Steinbergen und Engern geben – doch nicht gesondert für Westendorf, Deckbergen und Schaumburg, wie Antje Rinne (WGS) feststellte, die in Westendorf wohnt.

„Ich gehe davon aus, dass lediglich vergessen wurde, auf eine unbedingt notwendige Informationsveranstaltung für die Ortschaft Deckbergen-Schaumburg-Westendorf hinzuweisen?“, schreibt sie in einer E-Mail an die Stadt und die Straßenbaubehörde.

Denn schon jetzt seien Westendorf und Deckbergen, aber auch Schaumburg, „erheblich belastet“, wenn es auf der A 2 zu einem Stau komme. Hinzu komme der Ausweichverkehr, wenn es auf der Steinberger Kreuzung zu größerem Rückstau komme.

Bei den Anwohnern gebe es außerdem zahlreiche Fragen zum Kreuzungsumbau – sie müssten die Gelegenheit bekommen, sie auf einer solchen Informationsveranstaltung beantwortet zu bekommen.

Das ist auch weiterhin so geplant, sagt Markus Brockmann, Leiter des Geschäftsbereichs Hameln der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Auf den Informationsveranstaltungen werde es genügend Raum für die Fragen der Bürger geben.

Von einer „reinen Frontalveranstaltung“, wie Rinne befürchtet, auf der „ortspezifische Probleme gar nicht behandelt werden“, könne nicht gesprochen werden. Es sollten „reichlich Fragen“ gestellt werden, ob zum Thema Schulwege, Müllabfuhr oder Anfahrt von Pflegediensten – und wenn die Frage nicht sofort zu beantworten sein, werde die Antwort nachgereicht.

Der Grund, weswegen keine gesonderte Veranstaltung für Deckbergen, Schaumburg, Westendorf eingeplant war: Die beiden geplanten Termine seien öffentlich, so Brockmann, und damit für jedermann zugänglich – ob aus Engern, Westendorf oder auch Luhden und Obernkirchen. So sei der Termin in Engern eigentlich für die Anwohner in Westendorf gedacht gewesen.

Doch nach Rücksprache mit Bürgermeister Thomas Priemer habe man sich jetzt darauf verständigt, eine dritte Veranstaltung hinzuzunehmen, die voraussichtlich in Schaumburg stattfinden wird.

„Wir sind offen und wollen uns gegen die Idee natürlich nicht sperren“, so Brockmann. Doch für jeden einzelnen Ortsteil könne es keine Veranstaltung geben – „das würde irgendwann unsere Möglichkeiten sprengen.“

Sowieso seien die Bürger ganz unterschiedlich betroffen, in Westendorf beispielsweise mehr als in Deckbergen. „Ich rechne sogar damit, dass es auf der B 83 weniger Verkehr geben wird, da die Ortsansässigen den Bereich großräumig umfahren werden“, so Brockmann. Eine „echte Prognose“ sei aber natürlich „schwierig“ – man müsse sehen, wie sich die Verkehrssituation entwickle.

Termine: Für Dienstag, 14. Februar, ist die Informationsveranstaltung in Steinbergen geplant, für Donnerstag, 16. Februar, in Engern. Die in Schaumburg soll in der darauffolgenden Woche stattfinden. Die genauen Termine, Uhrzeiten und Orte wird die Stadt rechtzeitig mitteilen. Natürlich wird unsere Zeitung sie ebenfalls veröffentlichen.

Archivfoto: tol
Der Umbau der Steinberger Kreuzung wird zur Belastungsprobe für die Autofahrer, aber vor allem für die Anwohner. Jetzt wollen Stadt und Straßenbaubehörde auf drei Veranstaltungen informieren und Fragen beantworten.