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26.11.2012 Etwas Heimat zwischen Mettbrötchen und Bibel

Steinberger Männer bei Gebet und Gedankenaustausch zur Frühstücksrunde im Gemeindehaus

Schaumburger Zeitung / 26.11.2012

Steinbergen

(vuc) Dass man sein Heimatgefühl auch mit einem Lied zum Ausdruck bringen kann, stellt Burkhard Fink unter Beweis. Spontan erhebt sich das Mitglied der ev.-luth. Kirchengemeinde Steinbergen vom Stuhl und gibt eine Gesangsprobe zum Besten. „Unsere Heimat“ lautet der Titel des bekannten Volksliedes aus der ehemaligen DDR, das bei den übrigen 13 Teilnehmern großen Anklang findet.

Die angeregte Diskussionsrunde zum Thema „Heimat“ bildet den Abschluss des „Männerfrühstücks“, das dreimal im Jahr von den Pastoren Reinhard Koller und Stephan Strottmann organisiert wird. Immer im Wechsel mit Engern, fand der Treff an diesem Samstag im Gemeindehaus Steinbergen statt. Einer der Gottesmänner kümmert sich dabei ums „Catering“, der andere bereitet das Gesprächsthema vor.

In lockerer Atmosphäre zwischen Mett, Vollkornbrötchen und Kaffee plaudert der zumeist feste Teilnehmerstamm über Themen des alltäglichen Lebens und der Vergangenheit. Nach Gebet und Gesang geht es um die geplante Schließung des Rewe-Markts in Rinteln wie auch um Nebeneinkünfte der Politiker.

Die abschließende Diskussion zeigt, das Kernthema „Was ist Heimat“ wird von jedem anders wahrgenommen und gedeutet. Ob man als Vertriebener im Krieg seine Wurzeln zurücklassen musste oder der Liebe wegen eine neue Heimat gefunden hat, in einem sind sich alle einig: Der Mensch ist nur Gast auf dieser Erde und findet nach seinem irdischen Dasein seine größte Heimat in Gottes Reich. „Ich war 17 Jahre lang Pastor in Steinhude. Jetzt bin ich 15 Jahre in Steinbergen. Jedes Mal habe ich mich neu heimisch gefühlt.“, so Koller. Dabei hält er neben Bildern auch Interessantes für die Männer parat: In der Schweiz gibt es einen „Heimatschein“ als Zeichen der Staatszugehörigkeit. Der Begriff „Heimat“ stammt aus dem indogermanischen und ist eng an einen Besitz gekoppelt. Aber auch durch Essen und Trinken, etwa bestimmte Gerichte einer Region, empfinden viele Menschen ein Gefühl von Heimat.

Das nächste Männerfrühstück ist für 9. März 2013 im Gemeindehaus Engern vorgesehen. Nähere Infos bei Pastor Reinhard Koller, (0 57 51) 91 75 60.