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24.01.2015 Protest gegen Verkehrsbelastung formiert sich

Bürgerinitiative "BIOS" überwältigt von großer Resonanz / "Müssen in vordringlichen Bedarf des Verkehrswegeplans"

Schaumburger Wochenblatt

Steinbergen

(ste) Und auch seitens der Stadt und des Landkreises wurde Unterstützung signalisiert. Bürgermeister Thomas Priemer hatte schon einen Brief an Verkehrsminister Olaf Lies geschrieben und auch Ortsbürgermeister Heiner Bartling stellte als Ziel heraus: "Wir müssen in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans."

"BIOS" hat seit seiner Gründung schon reichlich Hausarbeiten gemacht. Eine Auflistung der Verkehrsbelastungszahlen der beiden Bundesstraßen ist da nur ein Baustein der Akteure auf ihrem Weg. Von Haus zu Haus gingen Mitglieder von "BIOS", um die Menschen im Ort für ihre Sache zu gewinnen und ein Flyer wurde entwickelt, der die

schockierenden Zahlen des Verkehrs verdeutlichen soll und die Ziele der Bürgerinitiative definiert.

Manfred Hobein musste sich und "BIOS" eingestehen: "Ein langer Weg liegt vor uns."

Teamsprecher Jens Wienecke zeigte in einer umfassenden Präsentation, wie es um Steinbergen steht.

Die Zahlen sind jenseits von Gut und Böse. 23.367 Fahrzeuge pro Tag passieren Steinbergen, 14 Prozent davon sind Schwerlastverkehr. Pro Jahr sind das stolze 8,5 Millionen Fahrzeuge und trotzdem stehe Steinbergen nur im "weiteren Bedarf" des Bundesverkehrswegeplans, der jetzt für die nächsten zehn Jahre neu aufgelegt werden soll. Steinbergen, da sind sich die Mitglieder von "BIOS" sicher, werde auch künftig als Nadelöhr zwischen den Regionen nördlich und südlich der A2 mit weiter steigenden Verkehrsbelastungen zu kämpfen haben. Schon heute könne man kaum die Fenster länger geöffnet halten und im Garten leiden die Bewohner unter dem Lärm.

Rintelns Erster Stadtrat Jörg Schröder stellte die jahrelangen Bemühungen Rintelns vor, den Verkehr in Steinbergen zu entzerren. Dazu wurde bereits eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben – doch die vorgeschlagene Lösung mit einem Tunnel an der Hirschkuppe ist teuer: "In Berlin wird stumpf gerechnet", so Schröder, und 50 Millionen Euro für zwei Kilometer seien schwer durchzusetzen. Wer sich an der Bürgerinitiative mit seiner Unterschrift beteiligen möchte, kann sich in eine der ausliegenden Listen eintragen. Diese finden sich in Steinbergen bei Ingrid Rinne Fußpflege, im Dorfgemeinschaftshaus, Fahrschule Bormann, Kirchengemeinde Steinbergen und Feuerwehrbedarf Hildebrandt.

Foto: privat
Großes Interesse herrscht bei den Steinbergern beim Thema „Kampf gegen die Verkehrsbelastung“. Die Bürgerinitiative „BIOS“ koordiniert den Protest.