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22.10.2016 "Heft des Handelns nicht aus der Hand geben", mahnt die Wählergemeinschaft

Geplanter Ausbau der Steinberger Kreuzung wird massive Staus rund um Rinteln bedeuten, erklärt die WGS

Schaumburger Wochenblatt / 22.10.2016

Rinteln

(ste) Die Erfahrungen mit dem Ausbau der Landesstraße in Todenmann und deren tiefen Einschnitten in die Lebens- und Arbeitsmöglichkeiten der Todenmanner Bürgerinnen und Bürger, riefen jetzt Dr. Gert Armin Neuhäuser (WGS) auf den Plan. Denn 2017 soll das Nadelöhr „Steinberger Kreuzung“ der beiden Bundesstraßen 238 und 83 ausgebaut werden. Bis Ende 2017 sollen die Arbeiten andauern. Und das im „laufenden Verkehr“, wie Neuhäuser vom Straßenbauamt erfuhr.

Er fordert daher: „Die Verwaltung soll den Rat der Stadt über Inhalt, Ablauf und insbesondere Zeitplan der Baumaßnahme sowie ihre Auswirkungen auf die Verkehre in den Ortsteilen informieren!“ Denn: „Rinteln macht derzeit dramatische Erfahrungen mit der Planung der Landesstraße in Todenmann durch das Straßenbauamt. Die Zusagen des Straßenbauamts in zeitlicher Hinsicht wurden nicht eingehalten; Anwohner und Gewerbetreibende leiden unter der Situation. Der Leiter des Straßenbauamtes hat davon gesprochen, die Bauzeit in Todenmann durch das Arbeiten an sechs Tagen verkürzen zu wollen; ich kann dies in der Örtlichkeit nicht feststellen. Etwa ruhten die Arbeiten an einem Freitag bereits ab 14 Uhr!“ Und deshalb ist sich Dr. Neuhäuser sicher, dass das Straßenbauamt auch die Baumaßnahme in Steinbergen nicht bis Ende 2017 geregelt bekomme. „Wer auf Zielvereinbarungen und Vertragsstrafen in seinen Verträgen mit Baufirmen verzichtet, gibt das Heft des Handelns aus der Hand“, kritisiert Dr. Neuhäuser und er prophezeit: „Die Baumaßnahme wird massive Staus hervorrufen, nicht nur in Steinbergen selbst, sondern auch etwa auf den Ausweichstrecken in Engern, Westendorf und Deckbergen; die Erreichbarkeit der weiterführenden Schulen in Rinteln wird eingeschränkt, ebenso die der Gewerbebetriebe und Läden. Die Verwaltung soll daher zunächst den Rat, aber anschließend bitte auch die Bürgerinnen und Bürger der Stadt – nicht nur Steinbergens – über die geplante Maßnahme, ihre Folgen und verkehrliche Belastungen informieren!“

Foto: ste
Die Steinberger Kreuzung ist durch das Aufeinandertreffen zweier Bundesstraßen ein Verkehrsnadelöhr.