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22.06.2017 Minutiös getaktet

Asphaltkolonne auf der Steinberger Kreuzung / Arensburger Straße ab heute voll gesperrt

Schaumburger Zeitung / 22.6.2017

Steinbergen

Von Jan Oldehus
Mit dem Asphaltieren der Anschlussstücke zwischen dem neuen Fahrbahnbeton der Steinberger Kreuzung und dem vorhandenen Straßenbelag von B 83 und B 238 rückt das „Bergfest“ des Kreuzungsumbaus näher. Projektingenieur Holger Fröhlingsdorf vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, informierte unsere Zeitung in dieser Woche darüber, dass die Einleitung der Bauphase 2 (wir berichten noch ausführlich) bereits auf Donnerstag, vorgezogen wird: Die Arensburger Straße (L 442) wird für den Kfz-Verkehr voll gesperrt. Die Straße soll vom Kreuzungsbereich bis hinunter zur Arensburg neu asphaltiert werden.

„Wir beginnen zwar noch nicht unmittelbar mit den Asphaltierungsarbeiten“, sagt Fröhlingsdorf, „doch die anhaltende Häufung von Gefahrensituationen durch Auto- und Motorradfahrer, die, von Obernkirchen oder aus dem Auetal kommend, trotz Verbots die Arensburger Straße von der Arensburger Kreuzung aus hinauffahren, um auf die B 83 zu gelangen, zwingt uns zum Handeln.“

Immer wieder wird das „Durchfahrt verboten“-Schild in Höhe des Steinzeichen-Parkplatzes ignoriert. Einige Autofahrer blockieren gar die Arensburger Kreuzung, wenn sie überlegen, wohin sie denn nun fahren sollen. „Dabei ist es auch zeitlich kein Verlust für Autofahrer, das letzte Kurvenstück der L 443 Richtung Eilsen hinauf zur B 83 zu fahren.“ Dort wird der sich einfädelnde Verkehr seit Baubeginn der Steinberger Kreuzung bekanntlich per Baustellenampel geregelt.

Dafür, dass die Bauphase 2, bei der die Arbeiten auf die jeweils anderen Fahrspuren der B 83 und der B 238 wechseln, pünktlich beginnen kann, ist am Mittwoch von der Firma Oevermann gesorgt worden. Bereits ab 5 Uhr morgens bereitet Polier Andreas Taubert alles für das Eintreffen der Asphaltkolonne vor. Um sieben beginnt der Asphaltfertiger damit, die bituminösen Tragschichten der Anschlussstücke in die Straßenabschnitte aus Richtung Autobahn (unser Bild) sowie in Richtung Hameln und Rinteln einzubauen. Dazu wird der frisch angelieferte Asphalt zunächst per Bagger und Schaufel an die „losen Enden“ der fertigen Betonkreuzungsteile angepasst. Den Rest erledigt die große Maschine mit verblüffender Präzision.

Überhaupt: Ohne Präzision läuft beim Asphaltieren gar nichts. „Wir haben alles minutiös getaktet“, sagt Taubert, der schon am Vormittag einige Laufkilometer zurückgelegt hat. Die Muldenkipper, die die schwarze Masse herankarren und in den Behälter des Fertigers schütten, müssen „just in time“ auf der Baustelle sein, sonst kommt es zu unliebsamen Zwangspausen. Sobald alle Tragschichten aufgetragen und nach und nach ausgehärtet sind, wird die Deckschicht, die Fahrbahn, aufgetragen. Taubert ist zufrieden: „Alles läuft gut“, sagt er. Als sein Handy klingelt, entschwindet er, um woanders nach dem Rechten zu sehen.

Foto: jan
Der Asphaltfertiger hat am Mittwochmorgen mit dem Aufbau der Anschlussstücke auf der Steinberger Kreuzung begonnen.