. .

22.04.2013 Mobile Messstelle für Westendorf?

Antje Rinne (WGS) will mehr Verkehrssicherheit

Schaumburger Zeitung / 22.4.2013

Deckbergen/Schaumburg/ Westendorf

Von Philipp Killmann
Der Verkehr auf der Bundesstraße 83 zwischen Steinbergen und Schaumburg ist ein Dauerthema, und Ortsratsmitglied Antje Rinne (WGS) lässt nicht locker, Möglichkeiten auszuloten, wie das Verkehrsaufkommen eingedämmt werden könnte. In der jüngsten Sitzung des Ortsrats Deckbergen, Schaumburg und Westendorf im Dorfgemeinschaftshaus Schaumburg brachte Rinne deshalb gleich mehrere Themen auf den Tisch.

Zunächst wollte Rinne wissen, welche Chancen es für Verkehrskontrollen gebe, um der Missachtung der Geschwindigkeitsbegrenzungen und des Überholverbots Einhalt zu bieten. Ulrich Kipp, der als Vertreter der Stadtverwaltung Rintelns der Sitzung beiwohnte, verwies darauf, dass dafür nicht die Stadt, sondern die Polizei zuständig sei. Die Polizei habe ihm aber mitgeteilt, dass sie in den Jahren 2010 und 2011 dort keine Tempomessungen vorgenommen habe, da es keine erhöhte Unfallhäufung gegeben habe. In den Jahren 2011 und 2012 sei es nur zu jeweils einen Unfall gekommen. Gleichwohl wolle die Stadt prüfen lassen, eine mobile Messstelle in Westendorf einzurichten.

Überdies brachte Rinne ihr Unverständnis darüber zum Ausdruck, dass auf dem kurzen Straßenabschnitt zwischen Steinbergen und Westendorf auf bis zu 100 Stundenkilometer beschleunigt werden darf. Dasselbe treffe auf das Stück zwischen Westendorf und dem Gut Echtringhausen sowie auf die Strecke zwischen Deckbergen und Schaumburg zu.

Ferner bat Rinne um Nennung der Kosten für die Einrichtung der Querungshilfe an der B83 in Höhe der Straßen In der Rehre/Heinrich-Kohlmeier-Straße sowie einen Erfahrungsbericht. Kipp bezifferte die Kosten für die Querungshilfe samt eines neues Gehwegteilstückes auf 16800 Euro, von denen allein 5000 Euro für die Sicherung der Baustelle vor Ort aufgewandt worden seien. „Da kann man mal sehen, was da los ist“, kommentierte Rinne. Ortsratsmitglied August Beißner (CDU) kritisierte an der Querungshilfe, dass es nach wie vor im Grunde nicht möglich sei, sicher von der Rehre aus die B83 zu überqueren. „Wenn man bis zur Sichtlinie fährt, befindet man sich schon auf der Fahrbahn“, so Beißner. Da helfe auch der Verkehrsspiegel nicht. Ortsbürgermeister Eckhard Hülm (SPD) bat die Verwaltung darum, die Querungshilfe auf ihre Funktion hin zu überprüfen, insbesondere hinsichtlich der Einsehbarkeit der B83 von der Rehre aus.

Der südliche Randbereich der B83 und der Bushaltestelle auf der Südseite an der Westendorfer Landwehr werden in Kürze ausgebessert, erklärte Kipp auf Anfrage Rinnes.

Einig waren sich alle Ortsratsmitglieder darin, dass die Nutzung der Unabhängigkeitsstraße als „illegale Rennstrecke“ durch Motorrad- und Autofahrer nicht weiter so hingenommen werden dürfe. „Man fühlt sich dort richtig bedroht“, so Rinne. Auf den Vorschlag von Ortsratsmitglied Uwe Kuhr (SPD) hin wolle man sich darüber als Nächstes interfraktionell beraten.