. .

20.08.2013 Starkes Element des Dorflebens

Feuerwehr Schaumburg wird 80 Jahre alt - und hat keine Nachwuchssorgen

Schaumburger Zeitung / 20.8.2013

Schaumburg

Von Dietrich Lange
Mit einem Festakt und musikalischen Frühschoppen hat die freiwillige Feuerwehr Schaumburg am Sonntag ihr 80-jähriges Bestehen gefeiert. Rund 250 Brandschützer aus vielen befreundeten Feuerwehren hörten, wie sich die Ortsfeuerwehr entwickelt hat – und dass sie dank der Gründung einer Jugendfeuerwehr 1977 und einer Gruppe „Zwergenlöscher“ 2005 ohne Nachwuchssorgen dasteht. In Grußworten wurde mehrfach betont, wie wichtig auch in Schaumburg die Feuerwehr als starkes Element des Dorflebens ist.

Nach ersten musikalischen Klängen des Blasorchesters der Feuerwehr Rinteln zeichnete Ortsbrandmeister Sascha Meier kurz die geschichte der Ortsfeuerwehr nach, die inzwischen „Mädchen für alles im Dorf“ sei. „Unser Ort wandelt sich zum Schlafdorf, zum Ortsleben gehört aber auch die funktionierende Feuerwehr“, sagte Meier. Und auf Stadtebene trage die Ortsfeuerwehr die Verantwortung für die Atemschutzüberwachung bei Einsätzen. Zum Dorfleben trage sie unter anderem Kameradschaftsabende, Weihnachtsbaumentsorgung und die Osterveranstaltung bei.

Erster Stadtrat Jörg Schröder versicherte, dass auch nach dem Feuerwehrentwicklungsplan die Ortsfeuerwehren erhalten bleiben sollen, allerdings aus taktischen Einsatzgründen größere Alarmierungseinheiten gebildet würden. Die Ortsfeuerwehr Schaumburg könnte noch stärker in eine Alarmierungseinheit Bergkette integriert werden.

Ortsbürgermeister Eckhard Hülm wünschte alles Gute für die nächsten 80 Jahre und übergab ebenso wie Schröder eine Geldspende. Die befreundete Ortsfeuerwehr aus Großpaschleben (Kreis Köthen, Sachsen-Anhalt), schenkte ein Grillset mit Sekt und wünschte weiter gute Kontakte.

Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote würdigte die erfolgreiche Nachwuchsarbeit der Ortsfeuerwehr, die langfristig deren Bestand sichere. Die Brandschützer freuten sich ihrerseits über die Nachricht, dass der terminlich verhinderte Landrat Jörg Farr für die Feier ein Fass Bier spendiere.

Stadtbrandmeister Friedel Grabe betonte: „Die breite Flächenpräsenz der Feuerwehr in alle Orten ist heute wichtiger denn je. Möge die Kameradschaft hier weiter gut bleiben.“

Ortsbrandmeister Meier wurde vom Hauptlöschmeister zum Brandmeister befördert. Bei den Jubilarehrungen gab es Urkunde und Ehrennadel für Andreas Monden (25 Jahre dabei), Ulrich Kipp, Horst und Wilhelm Bredemeier (je 40 Jahre Mitglied), Helmut Meier und Wilhelm Tatge (je 50 Jahre) sowie Werner Seedorf (60). Die Ehrung von Karl Hartmann, August Nolte und Friedhelm Schoof (je 65, alle abwesend) wird nachgeholt.