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19.09.2015 Bald "tote" Hose in Steinbergen?

Leserbrief zu: Situation in Steinbergen

Schaumburger Zeitung / 19.9.2015

Steinbergen

Als interessierter Zeitungsleser habe ich aufmerksam die Berichterstattung darüber verfolgt, dass ab jetzt die 1. und 2. Klasse der Grundschule Steinbergen in Deckbergen beschult wird. Auch die Leserbriefe der betroffenen Eltern finde ich sehr gut und wichtig. Sie sollten weiterhin für die Interessen ihrer Kinder und den Erhalt der Grundschule kämpfen, und sich nicht entmutigen lassen.

Obwohl ich nicht selbst betroffen bin, finde ich es empörend, wie die neue Rektorin hier kurzfristig über die Köpfe der Eltern diese Entscheidung durchgesetzt hat. Es hätte hier durchaus Alternativen gegeben, die auch in den zahlreichen Leserbriefen dargestellt wurden. Auch ich habe die Befürchtung, dass die Grundschule in ein oder zwei Jahren geschlossen werden soll. Dies muss unbedingt verhindert werden, vor allem im Interesse der Schüler/innen.

Ferner denke ich, dass sich der Ortsbürgermeister Heiner Bartling und Rintelns Bürgermeister Thomas Priemer in dieser Sache mal zusammensetzen, und über die Möglichkeiten des Widerstands beraten sollten (gerne auch mit den Eltern und anderen Kommunalpolitikern). Schließlich ist Steinbergen einer der größten Rintelner Ortsteile.

Ich kenne keinen Ort in der Region, der in den letzten fünf Jahren so viel an Infrastruktur verloren hat wie Steinbergen. Erst ging der Arzt, dann schloss die Apotheke, das Lebensmittelgeschäft, der Fleischer und der Friseursalon. Wenn jetzt möglicherweise noch die Schule und das Hallenbad schließen, ist in Steinbergen total „tote Hose“.

Vielleicht kann sich der Ortsrat in der nächsten Zeit mal zusammensetzen, und beraten, wie man diese Dinge zumindest teilweise wieder zurückholen kann.

Zum Beispiel könnte man sich bemühen, dass an einer der Freiflächen an den beiden Bundesstraßen ein moderner, konkurrenzfähiger Supermarkt entsteht. Selbst die wesentlich kleineren Dörfer Luhden und Heeßen haben einen Penny- und Netto-Markt. Wenn sie ein ausreichend großes und günstiges Angebot haben, würden hier sicher etliche aus dem Ort, aber auch aus anderen angrenzenden Dörfern kaufen. Ich denke, dass in all diesen Dingen noch Einiges möglich ist – im Interesse der Kinder und der Einwohner.

Christian Schulte, Rinteln