. .

19.06.2017 Montessori-Schule in Rinteln?

Informationsabend mit dem Schulleiter der Montessori-Schule Hannover in Steinbergen

Schaumburger Zeitung / 19.6.2017

Rinteln

(red) Auf Einladung der Grünen-Stadtratsfraktion kommt der Mitbegründer und Schulleiter der Montessori-Schule Hannover, Wim Ruijsendaal, nach Rinteln, um mit interessierten Bürgern gemeinsam einen Abend lang den Gedanken einer Rintelner Montessori-Schule zu bewegen. Hierfür wird er erst die Montessori-Pädagogik vorstellen und danach Frage und Antwort stehen. „Wir freuen uns sehr, einen so erfahrenen Pädagogen für diesen Abend gewonnen zu haben“, so Uta Fahrenkamp, Mitglied der Rintelner Stadtratsfraktion.

„Wir wollen die Sache nun konkret in die Hand nehmen“, sagt Chrisoph Ochs, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat, und verweist dabei auf die vielfachen Beschwerden über Schulschließungen und Wünsche nach alternativen pädagogischen Konzepten, die in letzter Zeit häufiger zu hören waren. Während des Abends wird eine Liste ausliegen, in der sich interessierte Eltern eintragen können. Hiermit soll der Bedarf für eine solche Schulform geklärt werden. „Darum bitten wir alle Interessierten, am Mittwoch, 21. Juni, um 19 Uhr in das Dorfgemeinschaftshaus Steinbergen, Lindenstraße 5, zu kommen und sich rege zu beteiligen“, so Rebecca Ochs, die die Bedarfserfassung übernommen hat.

Im zweiten Teil des Abends soll das konkrete Vorgehen für den Gründungsprozess geklärt werden. Hierbei steht Wim Ruijsendaal beratend zur Seite.

Wer an dem Abend verhindert sein sollte, sein Kinder aber auch gerne auf eine Montessori-Schule in Rinteln schicken möchte, wird gebeten, dies für die Bedarfserfassung Rebecca Ochs mitzuteilen (Name, Geburtsdatum, Einschulungsjahr des Kinder und E-Mail-Adresse der Eltern) an rebecca.maria.ochs@gmail.com oder telefonisch unter der Rufnummer 0176-23956323.

Die Montessori-Pädagogik ist ein reformpädagogischer Schulansatz, bei welchem die Kinder sich den Unterrichtsstoff mit speziellen Lehrmitteln selbst erarbeiten. Dies geschieht in Einzel- oder Gruppenarbeiten und wird von den Lehrern helfend unterstützt, also ganz nach der konfuzianischen Weisheit: „Erkläre mir, und ich vergesse. Zeige mir, und ich erinnere. Lasse es mich tun, und ich verstehe.“ Beispielsweise wird die Europakarte nicht mit einem Atlas gelehrt, sondern die Kinder erarbeiten sich die Länder anhand eines Puzzles, bei welchem die Teile die Form der Länder haben. So wird die Karte „begreifbar“ und die Kinder können die Landkarte nachhaltig selbst erfassen und sich ein differenziertes inneres Bild erarbeiten. Die Montessori-Pädagogik zeichnet sich also durch sehr aktive Beteiligung der Schüler aus und beeindruckt immer wieder durch außergewöhnlich hohe Lernerfolge.

Der Lehrplan orientiert sich an den niedersächsischen Lehrplänen, sodass Schulwechsel jederzeit möglich sind.

Foto: privat