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15.02.2019 Bürgertermin als feste Einrichtung

Sascha Gomolzig ist neuer Steinberger Ortsbürgermeister

Schaumburger Zeitung / 15.2.2019

Steinbergen

Von Maurice Mühlenmeier
Der Ortsrat Steinbergen hat gewählt. In seiner Sitzung am Mittwoch wurde der bisherige Stellvertreter und amtsführende Sascha Gomolzig offiziell als neuer Ortsbürgermeister bestätigt.

Die Abstimmung, die bei einer Enthaltung und fünf Ja-Stimmen klar ausfiel, war nur noch eine reine Formalie. „Wir haben das Thema bereits zuvor interfraktionell diskutiert“, erklärt Gomolzig danach. Ein Stellvertreter, der ebenfalls gewählt werden sollte, fehlt allerdings. Der Grund ist recht profan: Es lässt sich bisher kein Kandidat finden.

„Wir sind nur noch sieben Mitglieder im Ortsrat“, so Gomolzig. Denn nicht nur hatte der Rücktritt des bisherigen Ortsbürgermeisters Heiner Bartling Ende Oktober seinen Platz frei werden lassen, auch Heike Hamann legte ihr Mandat nieder. „Die Ortsratsmitglieder haben gute Gründe, das Amt des Stellvertreters abzulehnen“, erklärt Gomolzig. Studium, Schichtsystem und Ehrenämter forderten die Ortsratsmitglieder.

Auch Udo Schobeß, der sich für die Ortsratssitzung entschuldigen ließ, zieht keine Kandidatur in Erwägung: „Allerdings ist es auch kein Problem, wenn der Ortsrat eine Weile ohne Stellvertreter auskommen muss.“

Indes kommt auf Gomolzig einiges zu: „Zum 1. März wird der neue Dorfpfleger angestellt.“ Dieser sei ein etablierter Landschaftsgärtner, der bereits im Auetal tätig ist. Auch seien einige Anträge liegen geblieben, die jetzt mit entsprechendem Elan verfolgt würden: „Wir wollen endlich die Treppe zum Dorfgemeinschaftshaus und die sanitären Anlagen der Sporthalle erneuern lassen.“ Die Mittel dafür seien bewilligt worden, nun müsse man am Ball bleiben. Gomolzigs Devise dabei: „Auf Augenhöhe mit der Verwaltung bleiben, aber die eigenen Ziele nicht vergessen.“

Bedeutendste Neuerung soll allerdings ein regelmäßig vor den Ortsratssitzungen stattfindender „Bürgertermin“ werden. „Einige Wochen vor der Sitzung wollen wir die Bürger einladen, mit uns im Dorfgemeinschaftshaus zu diskutieren.“ Mit „uns“ seien die Ortsratsmitglieder gemeint, diese sollten nach Möglichkeit vollzählig erscheinen.

„Die Erfahrung hat gezeigt“, so Gomolzik, „dass die Einwohnerfragestunden oft in Diskussionen über eben gefasste Beschlüsse ausarten.“ Das wolle man in Bahnen lenken und hitzige Debatten dort, wo sie nicht notwendig sind, vermeiden. Der Bürger soll die Möglichkeit bekommen, selbst auf Missstände und Probleme hinzuweisen. „Dabei geht es natürlich auch um das Feedback der Einwohner“, so Gomolzig. „Auch wir haben die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen.“

Foto: momo
Sascha Gomolzig vor dem Dorfgemeinschaftshaus. Hier sollen zukünftig „Bürgertermine“ stattfinden.