. .

12.11.2016 Erschrocken und besorgt

LESERBRIEF zu: Geplanter Ausbau der Steinberger Kreuzung

Schaumburger Zeitung / 12.11.2016

Steinbergen

Es erschreckt uns, dass Herr Brockmann von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr seine Hilflosigkeit bereits ausgedrückt hat, indem er äußerte, dass es ihm lieber wäre, nicht unter Verkehrslast zu bauen. Große Sorge bereiten uns nun die voraussichtlich sehr lang andauernden, zeitlich nicht begrenzten Arbeiten!

Nicht nur, dass eine schnelle Beförderung zu dem bald in Betrieb gehenden neuen Klinikum in Obernkirchen durch Sperrung, Umwege und Stau erheblich beeinträchtigt werden, nein, schon heute ist es durch die häufigen Staus für uns schwierig, Termine einzuhalten. Wir sehen jetzt das große Problem, dass durch die Sperrungen an der Kreuzung bei Notfällen keine schnelle Hilfe für Steinberger Bürgerinnen und Bürger mehr möglich ist.

Wir haben auch keine Antwort darauf, wie bei stehendem Verkehr die Wege im Ort gemeistert werden sollen! Sollen wir uns zwischen den Lkws von einer Straßenseite zur anderen hindurchschlängeln? Oder sollen wir mit dem Auto ewig warten, bis einer der Lkw-Fahrer Erbarmen zeigt und das Einfädeln auf die den Ort teilenden Bundesstraßen, ermöglicht, damit wir am Dorfleben teilnehmen können und unsere Kinder und Enkelkinder im anderen Teil des Ortes besuchen können?

Von der Bürgerinitiative wissen wir auch, dass die Immissionen und Emissionen die europäischen Grenzwerte überschreiten. Diese gehen von einem fließenden Verkehr aus. Sollen wir jetzt weitere Belastungen, die durch den stehenden Verkehr mit laufendem Motor und damit die weiter erhöhte Gesundheitsbelastung derart in Kauf nehmen, dass wir das Haus für Spaziergänge im Dorf nicht mehr verlassen dürfen?

Wir erwarten von der Stadt Rinteln und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr baldmöglichst eine Aufklärung in einem schlüssigen Konzept, welches aufzeigt, wie die großräumige Verkehrsführung das Leben in Steinbergen sicherstellt.

Helga Gruhler für die „Fröhliche Rentnerrunde“