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11.09.2015 Höchster Glockenturm in weitem Umkreis

Fest zum 125-jährigen Bestehen des Neubaus der St.-Agnes-Kirche Steinbergen

Schaumburger Zeitung / 11.9.2015

Steinbergen

(who) Die evangelisch-lutherische Kirche St. Agnes ragt als Wahrzeichen Steinbergens hoch über dem Wesertal auf. Im Jahr 1890 wurde das vom Steinberger Hofmaurermeister Adolf Miede im neugotischen Stil errichtete Gebäude eingeweiht.

125 Jahre später, am Sonntag, 13. September, feiert die Kirchengemeinde ihre „neue“ St.-Agnes-Kirche mit einem Jubiläumsfest. Als „neue Kirche“ gilt sie, weil sie die Nachfolgerin der früheren St. Agnes ist, die vermutlich im Jahr 896 als Stiftung der legendenumwobenen Gräfin Hildburg erbaut wurde. Begründet wurde der Neubau mit der Baufälligkeit des Turmes, aber auch mit dem erhöhten Platzbedarf, sodass sich die Anzahl der Sitzplätze von 250 auf etwa 600 erhöhte. Die Grundsteinlegung erfolgte am 15. Mai 1888; am Pfingstsonntag, 25. Mai 1890, wurde die neue St. Agnes eingeweiht.

Das Innere des Gebäudes (nach Hannoverscher Bauschule) ist gekennzeichnet von Helligkeit und Weite. Mit 57 Meter Höhe ist der erst jüngst renovierte Glockenturm der höchste im weiten Umkreis.

Aus der alten Kirche sind noch einige Elemente in den Neubau übernommen worden. Darunter zum Beispiel der Taufstein von 1627, die Grabplatte (Epitaph) des Pastors Nicolaus Claissen (gest. 1599) sowie eine Glocke aus dem Jahr 1659.

Viel jünger ist dagegen der Orgelprospekt aus der Erbauungszeit. Die erste Orgel wurde noch mit einem Blasebalg im Turmraum hinter der Orgel betrieben, bis diese im Jahr 1967 zunächst durch eine Elektronikorgel ersetzt wurde, der wiederum die jetzige Pfeifenorgel mit etwa 900 Pfeifen folgte. Diese wurde am 7. April 1985 eingeweiht und im Jahr 2009 grundlegend überholt.

Foto: who
Der Glockenturm der „neuen“ St. Agnes-Kirche ist 57 Meter hoch.