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10.04.2018 Gute Luft und tolle Aussicht

Als Steinbergen Tausende Gäste gelockt hat

Schaumburger Zeitung / 10.4.2018

Steinbergen

Wegen der vielen Besucher startete der Klönnachmittag im Café Marlene leicht verspätet. Die Einführung erfolgte mit Versen des Heimatdichters Hermann Schütte, vorgetragen von Ute Christoph. Es folgte moderne Dichtung von Mareike Wienecke – und schon hierbei kamen zahlreiche Veränderungen im Dorfleben zum Ausdruck.

Dann erzählte Karl Martin Pacholek von den Anfängen und dem langsamen Werden des Luftkurortes. Der ersten Pension, dem Haus Daheim, folgten immer mehr Hotels und Gaststätten. Wegen der Hanglage, der würzigen und guten Waldluft und anderer erfüllter Auflagen und Voraussetzungen wurde das Zertifikat „Staatlich anerkannter Luftkurort“ verliehen.

Die Gründung des Cafés Beckmann durch die gleichnamige Familie nahm einen besonderen Raum in dem Bericht ein – inzwischen ist es das Café Marlene. Ein zweites Café (Baumgart) folgte am Hang zum Messingberg. Auch über Wolbrechts Hotel mit Kaffeegarten und die Arensburg mit großem Park und vielen Veranstaltungen zur Unterhaltung der Gäste wurde berichtet. Im Jahr 1957 war Steinbergen mit 27 411 Übernachtungen der am stärksten vom Fremdenverkehr geprägte Ort im Weserbergland. Aber auch über Dorfbewohner und Pensionswirte und deren Schrullen wurde berichtet. Gelächter erscholl und ältere Zuhörer nickten – ja, so war es damals. Mit einem Frühlingsgedicht klang der Nachmittag aus. Zum Kuchengenuss hatte „Marlene“ eingeladen, Danke sagen die Gäste.

Der nächste Gesprächsnachmittag findet am 24. Mai statt, Thema „Bückeburger Tracht“.

Foto: pr
Im Café Marlene wurden Erinnerungen an das „alte“ Steinbergen aufgefrischt.