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09.10.2012 Starkregen stoppen: Pufferbecken kommt 2013

Abwasserbetrieb investiert 210000 Euro / Trinkwasserleitung nach Bückeburg wird teilweise verlegt

Schaumburger Zeitung / 9.10.2012

Steinbergen

(dil). So heftige Schäden wie 2011 sollen Starkregen in Steinbergen nicht mehr anrichten können. Im nächsten Jahr wird für rund 210 000 Euro ein 4500 Kubikmeter Wasser fassendes Regenrückhaltebecken neben dem neuen Feuerwehrgerätehaus gebaut. Und jetzt ist auch der Müllhaufen auf der Wiese unterhalb des Friedhofs beseitigt worden.

Die Stadt Rinteln hatte lange Zeit klären wollen, ob der Wiesenbesitzer oder die Stadt bei diesem Müllhaufen, der aus einer Deponie der einstigen Gemeinde Steinbergen ausgespült worden war, räumpflichtig ist. Da der Wiesenbesitzer aber auch Eigentümer der für das Rückhaltebecken benötigten Fläche ist, die die Stadt erworben hat, wurde man sich offenbar einig: Und Lastwagen waren in der vergangenen Woche wegen Arbeiten in der Gartenstraße gerade verfügbar. Da wurde der Müll aufgeladen und zur Deponie Sachsenhagen gebracht.

In der Gartenstraße stand im Zuge der Umstellung von Misch- auf Trennsystem bei der Abwasserbeseitigung auch der erste Abschnitt der Verlegung der noch aus den dreißiger Jahren stammenden Trinkwasserleitung der Stadtwerke Schaumburg-Lippe an, teilt Dipl.-Ing. Grit Seemann, kommissarische Leiterin des Abwasserbetriebs der Stadt Rinteln, mit. Hier ging es um eine Begradigung auf rund 300 Meter Länge. Die Leitung, die vom Wasserwerk Engern kommt, verläuft bisher auch über das Grundstück für das geplante Rückhaltebecken. „Dort werden wir sie an den Rand des Grundstücks umlegen“, sagt Seemann.

Im Wirtschaftsplan des Abwasserbetriebs für 2013 steht der Bau des Rückhaltebeckens mit Kosten von 210 000 Euro. Es soll in einem Zuge angelegt werden – in Form eines Naturbeckens. Dieses dient zur Pufferung von Starkregenwasser, das dann durch ein entsprechend dimensioniertes Rohr beim Auslass verzögert abfließt. Es soll vorwiegend Regenmassen aus den Siedlungsstraßen Am Kehlbrink und Halbe Sasse aufnehmen. Der Abfluss erfolgt in einen noch offenen Graben als Vorfluter, der aber erweitert und verrohrt werden soll.

Foto: tol
In der Gartenstraße (hier Höhe Zufahrt Am Hallenbad) werden Teile der Baustelle schon wieder geschlossen (vorn), weiter hinten läuft der Aushub für den nächsten Abschnitt der Trennung von Abwasser und Regenwasser sowie der neuen Trinkwasserleitung.