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08.04.2013 Nebenbei fällt Holz fürs Backhaus ab

Aufräumaktion fördert Dorgemeinschaft

Schaumburger Zeitung / 8.4.2013

Steinbergen

Von Werner Hoppe
Wenn viele Hände mithelfen, dann ist die Arbeit schnell getan und es bleibt reichlich Zeit fürs nachbarschaftliche Zusammenhocken und Miteinander. Darum war die Aufräumaktion unter Federführung des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Steinbergen (VVV) am Samstagvormittag so etwas wie ein „Dorfgemeinschaftsfest mit Arbeitsanteil“.

Gefühlt 50 jugendliche und erwachsene Helferinnen und Helfer schwärmten zu moderater Wochenendarbeitszeit um 10 Uhr aus, um klar Schiff zu machen fürs Frühjahr. „Die Jugendfeuerwehr und die Ortsfeuerwehr, Steinberger Einwohner, Mitglieder des VVV und die Kyffhäuserkameradschaft“, zählt Thomas Nähring auf. Der zweite Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (in Personalunion auch Vorsitzender der Kyffhäuser), kommt gerade aus dem Wald zurück von einem Sondereinsatz der Kameradschaft. Der „Marschbefehl“ Holzsammeln für den Ofen im Backhaus, damit der Schornstein im Zentrum von Steinbergens guter Stube bei den nächsten Backtagen ordentlich raucht. Denn die Gelegenheit ist günstig angesichts der großen Helferschar, die schon nach gut zwei Stunden den Hauptteil ihrer Arbeit geschafft hat.

Der Brunnen ist gereinigt, die Grünanlagen im Umfeld von Unrat gesäubert und alles annähernd blitzblank. Darum dauert es nur kurze Zeit und der Anhänger mit trockenem Brennholz ist entladen und die Fracht via Menschenkette auf den Dachboden des Backhauses befördert.

Mittlerweile glüht auch die Holzkohle im Grill und die ersten vorgebräunten Bratwürstchen zeigen an: Jetzt beginnt der gesellige Teil; rechtzeitig zum Eintreffen des Aufräum-Teams der Feuerwehr, das sich den Kirchweg in Richtung Engern vorgenommen hatte. Dessen Ausbeute (ein Berg gefüllter blauer Müllsäcke, Autoreifen und ein Kühlschrank) lagert bereits am Gerätehaus und wird in Kürze von Mitarbeitern des Bauhofes der Stadt Rinteln abgeholt.

„Gegen 15 Uhr sind wir nach Hause gegangen“, wird Thomas Nähring anschließend sagen. Nach drei Stunden voll konzentrierter Arbeit und drei Stunden entspannter Pflege der Dorfgemeinschaft. So funktioniert das – und nicht nur in Steinbergen.