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07.07.2018 Kaffee und Kuchen

Café Marlene zum Treffpunkt geworden

Schaumburger Zeitung / 7.7.2018

Steinbergen

Von Werner Hoppe
In der Zeit, als Steinbergen Urlaubs- und Luftkurort war, gab es neben etlichen Gastronomien, Pensionen und Hotels auch eine Reihe von Cafés als Treffpunkte für Gäste und Steinberger Einwohner. Mit dem Verschwinden des Tourismus schloss auch ein Lokal nach dem anderen. Mit der Übernahme des Cafés an der Hamelner Straße hat Susann Caccia aus Nienstädt einen alten Standort wiederbelebt und setzt die Tradition fort.

Ihr Café Marlene ist zu einem neuen Treffpunkt geworden, an dem sich sogar Neubürger über die Steinberger Geschichte informieren lassen können und wo „Eingeborene“ Erinnerungen auffrischen und ihr Wissen über Steinberger Geschichte und Geschichtchen auffrischen sowie weitergeben können.

Karl-Martin Pacholek, Wanderwart des TSV Steinbergen, ist der Initiator der Steinberger Cafégespräche, die schon mehrmals plastischer Heimatkundeunterricht bei Kaffee und Kuchen waren. Den Anfang der Reihe machte. Unter anderem ging es schon um die Bückeburger Tracht, „und wir hatten dazu auch eine Trachtenträgerin hier“, berichtet Pacholek.

Auch Themen wie die Anfänge des Luftkurortes und die Geschichte der örtlichen Handwerksbetriebe seien erörtert worden. Und beim Treffen am 29. November gehe es bei einem Vortrag von Dr. Pietzka um die Entwicklung der Rinteln-Stadthagener Eisenbahn ab 1900 bis zur Einstellung der Strecke in den 1960-er Jahren sowie den heutigen Hobby-Betrieb als Museumsbahn.

„In diesem Haus war schon immer ein Café“, kommt Pacholek zum heutigen Café Marlene und zur Jetztzeit zurück. Susann Caccia hat es zum Gefallen und Nutzen der Steinberger wieder zum beliebten Treffpunkt gemacht, ist sogar noch vor dem Betreten deutlich zu sehen, denn die Kundenparkplätze draußen sind meistens belegt. Und drinnen laden rund 32 Plätze zur Einkehr und zum Einkauf von Backwaren ein, berichtet die rührige Inhaberin. Inzwischen hat es sich herumgesprochen, dass es hier nicht nur Brot, Brötchen und Kuchen in Handwerksqualität von einer Bäckerei aus Hessisch Oldendorf gibt.

Das Angebot wird gut angenommen, bestätigt Caccia. Inzwischen habe sich auch eine Stammkundschaft entwickelt, und das Café werde auch von Durchreisenden für die Pause bei belegten Brötchen und Kaffee angesteuert. Darum habe sie einen täglichen Mittagstisch im Angebot und frische Salate auf Bestellung.

Foto: who
Zu Susann Caccias Gästen gehört auch regelmäßig Karl-Martin Pacholek, der unter anderem mit Gastreferenten bei den Steinberger Cafégesprächen plastische Ortsgeschichte bei Kaffee und Kuchen vermittelt.