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05.09.2015 Schließung durch die Hintertür?

CDU kritisiert Entscheidung an Grundschule Steinbergen

Schaumburger Zeitung / 5.9.2015

Rinteln/Steinbergen

(red) Die umstrittene Entscheidung und äußerst kurzfristige Information der betroffenen Eltern, die 1. und 2. Klasse nicht in Steinbergen, sondern in Deckbergen zu beschulen, trifft auf deutliche Kritik der Rintelner CDU. „Wir unterstützen das Engagement der Steinberger Eltern für eine Beschulung ihrer Kinder am Standort Steinbergen uneingeschränkt“, sagt Stadtverbandsvorsitzender Matthias Wehrung.

Das Niedersächsische Schulgesetz gebe vor, dass die Eltern bei solch weitreichenden grundsätzlichen Entscheidungen ein Mitwirkungsrecht haben und zumindest anzuhören sind. Die letzte Schulvorstandssitzung, bei der dies möglich gewesen wäre, liege jedoch über ein halbes Jahr zurück. Aus Sicht der CDU sind die geschilderten Vorgänge höchst zweifelhaft.

„Ist den Verantwortlichen eigentlich nicht bewusst, dass sie mit dieser Entscheidung die Schließung des Schulstandortes Steinbergen durch die Hintertür betreiben“, fragt Wehrung. Denn die jetzt nach Deckbergen verlegten Klassen würden aus organisatorischen und pädagogischen Gründen kaum nach Steinbergen zurückkehren, so dass das Schulgebäude über mehrere Jahre halb leerstehen werde und ihm deswegen die Schließung drohe.

In einer Pressenotiz bescheinigt die CDU den Verantwortlichen darüber hinaus „schlechten Stil“. „Denn gerade für einen erfolgreichen Start der Schullaufbahn ist ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Schule und Eltern unerlässlich. Diesen nun auch noch vorzuwerfen, sie verzögerten die Fertigstellung des Stundenplanes, mit dessen Ausarbeitung anscheinend nicht rechtzeitig begonnen wurde, schlägt dem Fass den Boden aus“, heißt es.

Für Rintelns Christdemokraten ist klar, das Thema auf die Tagesordnungen der kommenden Ortsrats-, Schulausschuss- und Stadtratssitzung zu bringen. „Für uns gilt der Grundsatz der Landes-CDU , Kurze Wege für kurze Beine‘, so dass wir sämtliche uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausschöpfen werden, die Schließung von Grundschulstandorten im Stadtgebiet zu verhindern.“, so der Vorsitzende Wehrung.