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05.09.2015 Auflösung der Grundschule auf kaltem Weg

Leserbrief zu: Steinberger Grundschüler müssen nach Deckbergen

Schaumburger Zeitung / 5.9.2015

Steinbergen

Der erste Schritt ist getan! Die aus Sicht der Deckberger Grundschule ungeliebte Außenstelle in Steinbergen verliert mit Beginn des neuen Schuljahres die 1. und die 2. Klasse. Die neue kommissarische Leiterin der GS Deckbergen hat „das so entschieden“, weil zwei Lehrkräfte erkrankt sind. Deshalb werden die neuen ersten und zweiten Klassen am Hauptstandort Deckbergen zusammengelegt. Wie man hört, ist die Verlagerung von zwei Klassen bereits im Juli (vor den Sommerferien) mit den Deckberger Eltern besprochen worden.

Den betroffenen Eltern der Grundschule Steinbergen hat man diese für sie grundlegende Änderung mit kurzfristiger Einladung erst drei Tage vor Schuljahresbeginn bekannt gegeben. Aus der Einladung war die vorgesehene Klassenverlagerung nicht zu entnehmen, sodass die Eltern sich nicht argumentativ vorbereiten konnten. So überrumpelt man die Eltern. Was ist das für Stil im Umgang mit den Eltern?

Krankheitsbedingte Lehrerausfälle gibt es an allen Schulen. Dafür stehen Maßnahmen zur Verfügung, um die Ausfallzeiten zu überbrücken. Nein – hier wird die Auflösung der Grundschule Steinbergen auf kaltem Wege eingeleitet. Über die Zusammenlegung der neuen dritten Klassen – natürlich am Standort Deckbergen – soll auch schon planerisch gesprochen worden sein. Nach Übergang der neuen vierten Klasse wäre dann die Schule Steinbergen aufgelöst.

Da bisher keine Beteiligung des Ortsrates Steinbergen und des Schulausschusses der Stadt Rinteln stattgefunden hat, ist nur zu hoffen, dass sich gegen die jetzt einseitig von der neuen Schulleiterin getroffene Entscheidung breiter Widerstand auftut. Warum fahren nicht Kinder aus Deckbergen nach Steinbergen? Wenn man den Standort weiter halten wollte, wären solche Möglichkeiten infrage gekommen. Wie steht die Stadt Rinteln als Schulträger zu den Veränderungen? Verwunderlich ist auch, dass die SZ eher informiert war als die betroffenen Eltern.

Rolf Hartmann,Steinbergen