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05.07.2016 Kletterpark hängt in den Seilen

Wie geht es am Steinzeichen weiter?

Schaumburger Zeitung / 5.7.2016

Steinbergen

Von Hans Weimann
Zum ersten Mal seit Gründung des Erlebnisparkes „Steinzeichen“ ist der Park zu Beginn einer Saison im April nicht eröffnet worden, weil die Besucherzahlen in den letzten Jahren nicht den Erwartungen entsprochen haben.

Wie es mit dem Erlebnispark weitergeht, ist nach wie vor offen. Geschäftsführer Josef Wärmer teilte gestern nur so viel mit: „Es gibt noch Gespräche.“

Mit dem „Steinzeichen“ hängt auch der Hochseilgarten, der „Air Trail“ im wahrsten Sinne des Wortes in der Luft. Christian Reinhardt, Geschäftsführer des Unternehmens „HochHinaus“ in Bielefeld, das Anlagen für Outdoor- und Indoor-Sport, vor allem Klettern herstellt und betreibt sowie eine Kletterschule, schilderte gestern auf Anfrage, der „Airtrail“ sei zwar grundsätzlich für Gruppen geöffnet, „aber für 20 Personen rechnet es sich nicht, die Anlage in Betrieb zu nehmen“.

40 bis 50 Leute müssten es schon sein. Und das sei auch das Hauptgeschäft: Gruppen von Unternehmen, Schulen, Institutionen und Vereinen, die zu festen Terminen den „Airtrail“ buchen, die sich telefonisch oder per E-Mail anmelden. Die würden dann an der Kasse abgeholt und zum „Airtrail“ gebracht. Tagesgäste des Parks seien dagegen eher selten.

Ein aktuelles Problem sei auch, weil im „Steinzeichen“ niemand arbeite, wachse der Wald zu. Die wild wuchernde Vegetation werde nicht zurückgeschnitten.

Reinhardt Hofft, dass es mit dem „Steinzeichen“ weitergeht, denn Besucher des „Airtrails“ haben ja auch die anderen Angebote im Park wie die Kletterwand nutzen können, „das war eine gute Kombination, ein Komplettpaket“.

Grundsätzlich könne man die Seiltechnik an den Bäumen zwar wieder abbauen, sollte der Park im schlimmsten Fall schließen müssen, sagt Reinhardt. Aber das wäre ein erheblicher Verlust: „Und wir haben viel Geld in die Anlage investiert.“ Auch deshalb hofft Reinhardt, dass Steinzeichen-Geschäftsführer Wärmer doch noch eine tragfähige Lösung findet.

Foto: jak
Ein Mann hat sich in die Seile gehängt. Der Kletterpark am Steinberger Steinzeichen ist für Gruppen weiterhin in Betrieb.