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04.07.2017 Kein Stillstand

Steinberger Kreuzung: Verschwenker für Begegnungsverkehr zu eng / Erneute Verzögerung in Bauphase 2?

Schaumburger Zeitung / 4.7.2017

Steinbergen

Von Jan Oldehus
Stillstand darf auf dieser Baustelle nicht sein: Am Montagmorgen ist deshalb die große Asphaltfräse in Gang gesetzt worden, um vor der – um einige Tage verschobenen – Komplettumstellung auf Bauphase 2 zumindest die derzeit möglichen Arbeiten am Laufen zu halten. Abgefräst wurden die bis letzte Woche als Rechtsabbiegerspur von der B 83 auf die B 238 (Rintelner Straße) dienende Gegenfahrbahn im Kurvenbereich und der kaputt gefahrene Einmündungsbereich der L 442 (Arensburger Straße). Beide Streckenabschnitte werden nach Auskunft von Projektingenieur Holger Fröhlingsdorf vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, nach dem Abfräsen der Fahrbahndecke und der obersten Tragschicht vollständig ausgekoffert und als Betonfahrbahn neu aufgebaut.

Dieses Verfahren wollte die Baufirma Oevermann auf der Kreuzung eigentlich auch für die Geradeaus-Führung der B 83 längst begonnen haben, doch in der vergangenen Woche machte das Wetter Polier Andreas Taubert einen Strich durch die Rechnung. Wegen des Dauerregens konnten die Folien für die gelbe Fahrbahnmarkierung nicht auf die Straße geklebt werden (wir berichteten). Diese ist notwendig, um Auto- und Lkw-Fahrer sicher durch die geplante neue Verkehrsverschwenkung mitten auf der Kreuzung zu leiten. Die Verkehrsflüsse aus Richtung Autobahn/Eilsen und die aus Richtung Hameln sollen sich in Bauphase 2 jeweils einspurig im Kreuzungsbereich begegnen, im „Verschwenker“ ihre bis dahin benutzte Fahrspur verlassen und dort quasi schräg aneinander vorbeifahren. Mit der neuen Verkehrsführung soll auf den jetzt noch befahrenen Streifen der B 83 in Fahrtrichtung Autobahn/Eilsen (aus Richtung Hameln kommend) Platz für die Arbeiten im Längsbereich vor der Arensburger Straße geschaffen werden.

Am Montag schien nun anhaltend die Sonne, die Straße war trocken, die Markierungen hätten aufgeklebt werden können. Doch diesmal musste Taubert selber einen Strich durch die Rechnung machen. Die ging nämlich in einem entscheidenden Punkt nicht auf: „Der Verschwenker ist zu eng für den Lkw-Begegnungsverkehr“, sagte der Polier beim Besuch unserer Zeitung auf der Baustelle. Die nächste Verzögerung in Bauphase 2 ist mithin unvermeidlich.

Bis Donnerstag soll das Problem aus der Welt geschaffen sein. Projektingenieur Fröhlingsdorf ist optimistisch: „Bis dahin wird komplett ummarkiert.“ Er schätzt, dass dann ab Mitte August im, vor und hinter dem Einmündungsbereich Arensburger Straße betoniert werden kann.

Foto: Jan
Eigentlich war die Arensburger Straße noch gar nicht an der Reihe. Doch um Stillstand auf der Baustelle zu verhindern, wurde am Montagmorgen der Einmündungsbereich zur B 83 bereits abgefräst.