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03.07.2013 Neues Fahrzeug für Steinbergener Ortswehr wird in den Dienst gestellt

Thomas Blaue nimmt Schlüssel von Bürgermeister Buchholz entgegen

Schaumburger Wochenblatt / 3.7.2013

Rinteln/Steinbergen

(ste) Das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20/16 ist in der Schwerpunktwehr Rinteln offiziell in Dienst gestellt worden. Ortsbrandmeister Thomas Blaue übernahm die Schlüssel für das 378.551,96 Euro teure Fahrzeug "RI-ST 112" von Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz. Der dankte insbesondere den technischen Leiter der Rintelner Wehr, Sven Thiele, der sich in vielen Stunden um die Ausstattung dieses Fahrzeugs in Zusammenarbeit mit der Firma Schlingmann aus Dissen Gedanken machte. 

Ursprünglich, so Blaue, sei es die Absicht der Stadtverwaltung gewesen, für das neue HLF den Rüstwagen und das LF 16/20 außer Betrieb zu nehmen. Durch viel Verhandlungen und die Erkenntnis, dass der alte Unimog als Mehrzweckfahrzeug auch für den Bauhof der Stadt von Nutzen sein könnte, blieb dieses Fahrzeug der Wehr erhalten. Das ehemalige LF 16/12, fast bei jedem Rintelner Einsatz als erstes Fahrzeug am Ort, wird künftig in der Ortswehr Steinbergen seinen Dienst versehen. Ortsbrandmeister Lars Hildebrand nahm den Schlüssel an sich. Damit wird auch ein Lückenschluss vollzogen, den ein Sachverständiger bei der Begutachtung der Rintelner Wehren feststellten: "Steinbergen braucht aufgrund seiner Einsatzbelastung und der Nähe zur Autobahn ein wasserführendes Fahrzeug!"

Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz freute sich, dass man zu einem für viele tragfähigen Schluss kam. Er nahm den anwesenden Feuerwehrleuten auch die Angst vor dem Feuerwehrentwicklungsplan: "Zusammenarbeit der Wehren Ja - Schließung Nein!" Im Plan sei die Frage von taktischen Brandschutzabschnitten zu klären und ob es Doppelmitgliedschaften in Wehren geben könne und wenn zu welchem Zweck? "Wir müssen lernen, dass es nicht "Dein oder Mein" ist sondern "Unser"!"

Der Landkreiszuschuss zum Fahrzeug und Geräte von 82.000 Euro leitete über zu Landrat Jörg Farr. Der stellte anerkennend heraus, dass "112" bundesweit die Nummer für schnelle Hilfe sei und es im Landkreis Jahr für Jahr rund 1.500 Alarmierungen gebe. Rainer Kuhlmann dankte als stellvertretender Kreisbrandmeister für dieses "...neue Fahrzeug, dass zu dem Besten gehört, was derzeit für diesen Einsatzzweck auf dem Markt ist!" Sven Thiele, maßgeblich für die Planung des Fahrzeugs in der Wehr verantwortlich, dankte der Firma Schlingmann, die "...das Unmögliche möglich gemacht haben!" Der neue HLF 20/16 sei kein Luxusfahrzeug für Feuerwehrleute, sondern ein Kompromiss: "Bei mir gab es schon ein tränendes Auge, denn es ist kein vollwertiger Ersatz für einen Rüstwagen!" Thiele schilderte dann die technischen Finessen des Fahrzeugs, das auch mit einem "Twin-Light-Power-Moon" für taghelles Licht an den Einsatzstellen ausgestattet ist. Sein Dank galt auch seinen Kameraden, die nach nur eineinhalb Wochen Ausbildung das Fahrzeug in den Dienst stellen konnten.